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Übung im Papierwerk Heroldsberg
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| Am 19. Mai stand eine Übung des Zugtrupps und der beiden Bergungsgruppen auf dem Programm. Als Übungsobjekt diente das im Abriss befindliche Papierwerk in Heroldsberg. Gegen 9.15 Uhr trafen die Einheiten am Unglücksort ein. Die Ersterkundung ergab, dass drei Personen auf dem Gelände als vermisst galten. Nach weiteren Erkundungsmaßnahmen konnte eine Person in einem entleerten Schweröltank, zwei weitere im obersten Bereich des mehrgeschossigen Kesselgebäudes aufgefunden werden. Den Einsatzabschnitt am Schweröltank übernahm die 2. Bergungsgruppe. Zunächst ging ein Atemschutztrupp auf den Tank und erkundete von oben, ob und wie man zu dem Verletzten kommen könnte. Kurzerhand seilte sich der Atemschutztrupp mit dem Abseilgerät durch das oben liegende Mannloch in den Tank ab. Der Verletzte wurde erstversorgt und es wurde entschieden, seitlich in den sauberen Tank mit dem Plasmaschneidgerät eine Rettungsöffnung zu brennen, um dort die Rettung vornehmen zu können. Nach kurzer Zeit konnte die verletzte Person befreit werden. Mit der Rettung der Personen im Kesselhaus befasste sich die 1. Bergungsgruppe. Die eine, unter Lüftungsrohren eingeklemmte Person wurde mit der Säbelsäge befreit. Anschließend wurde sie im Schleifkorb mit dem Abseilgerät im Inneren des Gebäudes 12 Meter abgelassen. Die zweite Person befand sich an der Lüftungsanlage außerhalb des Gebäudes. Der Transport erfolgte hier im Schleifkorb über mehrere schiefe Ebenen. Nach dem Abschluss der Rettungsmaßnahmen stand das Gelände für individuelle Ausbildung an Bohrhammer, Trennschleifer, Brennschneidgerät usw. zur Verfügung. Einige ganz Unerschrockene wagten sich noch an eine Abseilübung heran. Sie wurden vom Kesselhaus in etwa 12 m Höhe mit dem Abseilgerät in die Tiefe geschickt und mussten dort mehrere Vorsprünge und Fenster überwinden ehe sie wieder festen Boden unter den Füßen erreichen konnten. |
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