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 UVV-Sprengung und ideelle Spezialisierung minimieren
Ganz im Zeichen des Sprengens verlief das zweite Oktoberwochenende im OV Baiersdorf. Dort trafen sich am Freitag, den 12. Oktober, die Sprengberechtigten Bayerns zur „Ideellen Spezialisierung“ der Fachgruppen Sprengen in Bayern. Die anwesenden Sprengberechtigten wurden durch den Geschäftsführer Stefan Scholz und den Vertreter des Landesverbandes Walter Huber, beide Aufsichtspersonen für das Sprengwesen, begrüßt. Neben einigen Diskussionen zur Ausstattung wurde vor allem auf vergangene Einsätze eingegangen. Diese Erfahrungen sollen nun in eine vermehrte Schulung, vor allem der Fachberater und Sb-E, einfließen, um im Einsatzfall bayernweit kompetente Beratung und Durchführung der Sprengung bieten zu können. Am darauffolgenden Tag, den 13. Oktober, fand ebenfalls im OV Baiersdorf die jährliche „UVV-Belehrung Sprengen“ statt. Dort waren neben den bayerischen Sprengberechtigten auch die Kollegen aus Thüringen und Sachsen, insgesamt über 50 Helfer, eingeladen. Als Gast war die Firma Wimmer Felstechnik aus Österreich geladen, die den Einsatz des sogenannten RocKracker vorstellte, eines sehr emissionsarmen Sprengmittels was Splitterflug und Lärm anbelangt. Neben der obligatorischen Unterrichtung über gesetzliche Neuerungen wurden im Anschluss die Sprengungen, die für den Nachmittag vorgesehen waren, durch die durchführenden Sprengberechtigten erläutert. So wurde durch Sb-E und Sprengberechtigten Markus Stempfel vom OV Donauwörth der Einsatz von Semtex Razor, einer kommerziellen Ladung zum Trennen von Stahl vorgestellt. Die Sprengberechtigten Stefan Lippert, Gerhard Frank, Raimund Glenz (alle OV Baiersdorf) und Egbert Hebendanz (OV Forchheim) präsentierten ihre Sprengvorhaben, in denen Deckeneinbrüche, Bäume und Stahl gesprengt werden sollten. Nach einem reichhaltigen Mittagessen fuhren alle Beteiligten zum Sprengort, wo dann die Vorbereitungen stattfanden. Zunächst wurde durch die Firma Wimmer imposant die lärmarme Sprengmethode mit RocKracker sowohl an bewehrtem als auch unbewehrtem Beton vorgestellt. Des Weiteren wurden die Deckeneinbruchssprengungen und die Baumsprengungen mit einem sogenannten nicht-elektrischen Zündsystem vorbereitet. Hierbei sollten die Bäume gerichtet gesprengt werden, was auch sehr gut gelang. Parallel wurden die beiden Stahlsprengungen aufgebaut, in denen jeweils IProfilträger sprengtechnisch getrennt wurden. Bei den Stahlsprengungen wurden die Leistungen der vergleichsweise teuren, kommerziellen Ladung mit den herkömmlichen Ladungen mit Sprengstoffen unterschiedlicher Brisanz gegenüber gestellt. Beide Methoden führen zum selben Ergebnis, allerdings ist die Präzision der kommerziellen
Ladung unübertroffen. Nach mehreren sehr leisen wie auch lauten, in jedem Falle aber effektiven Sprengungen konnte dann gegen 17.00 Uhr die „UVV-Belehrung Sprengen“ beendet werden.