|
Um alternative Bergungs- und Rettungsmethoden zu verinnerlichen, übten die 1. und die 2. Bergungsgruppe sowie der Zugtrupp am 11. und 25. Oktober am Bunkergelände in Weiher das Anlegen von horizontalen Stollen und vertikalen Schächten zur Bergung verschütteter und eingeschlossener Personen. Hierzu wurden zwei Stollen angelegt. In dem vorderen hatten die Helfer mit dem sehr lehmigen und steinigen Boden zu kämpfen, was den Einsatz schweren Gerätes erforderte, während der seitliche Stollen durch Sand gegraben wurde, was aber wiederum die Abstützarbeiten zeitaufwendiger gestaltete. Beide Stollen wurden mit so genannter Getriebezimmerung abgestützt. Türstöcke sowie Decken- und Wandverschalung werden hierbei sukzessive mit fortschreitendem Aushub vorangetrieben. Ein Teil des hierfür benötigten Holzes wurde direkt vor Ort gewonnen und vorbereitet. In beiden Stollen konnte ein beachtlicher Vortrieb verzeichnet werden, dennoch wurde das Tagesziel nicht erreicht.
Daher wurden die Arbeiten am 25. Oktober fortgesetzt. Diesmal konnte der vordere Stollen bis zur Wand des Bunkers vorangetrieben werden, obwohl großformatige Steinbrocken und Stahlträger die Arbeit erschwerten. Der Vortrieb des seitlichen Stollens gelang nicht bis zur Bunkerwand, auch bedingt durch die schwierige Abstützsituation und das immer wieder einbrechende sandige Deckengewölbe. Zudem konnte der Zugtrupp seine Abläufe trainieren, indem in dem neuen MTW eine kleine Führungsstelle eingerichtet und die gesamte Einsatz-situation erfasst wurde. Zum Abschluß des Tages wurde noch eine Flächensuche nach einer vermissten Person durchgeführt. Zur Belohnung der erfolgreichen Suche gab es ein ausgiebiges Mittagessen, ehe die Übung beendet werden konnte.
|
 |