Am Freitag 17. und Samstag 18. Oktober standen für die Sprengberechtigten der Landesverbände Bayern und Sachsen-Thüringen wieder alle Zeichen auf Sprengen. Am Freitag fand bei der ideellen Spezialisierung der Fachgruppen Sprengen in Baiersdorf ein gemeinsamer Erfahrungsaustausch aller beteiligten Sprengberechtigten statt. Unter der Leitung von Stefan Scholz, Geschäftsführer von Nürnberg und Aufsichts-person des Landesverbandes für das Sprengwesen, wurde auch rege über gesetzliche Neuerungen, Ausstattung und Ausbildung der Fachgruppen Sprengen diskutiert.
Am nächsten Morgen fand ab 9.30 Uhr die gemeinsame Belehrungssprengung aller Fachgruppen Sprengen im Ortsverband Forchheim statt. Als Gastdozent war Ralf Schlöffel von der Firma Schlöffel Pyrotechnik erschienen, um aus seinem reichhaltigen Wissen über sogenannte binäre Sprengstoffe zu referieren. Der Einsatz dieser neuen Sprengstoffklasse bietet mehrere Vorteile, was Lagerung, Transport und Anwendung anbelangt. Durch Michael Schapfl, den Sprengberechtigten aus Augsburg, wurde über seine Sprengung zweier Kamine und eines Stahlgittermastes in der alten US-Kaserne in Augsburg referiert. Die Ergebnisauswertung der Sprengungen war sehr lehrreich und können bei weiteren Sprengdurchführungen durchaus behilflich sein. Nach einem gemeinsamen, reichhaltigen Mittagessen wurde die Belehrungssprengung in einen nahe gelegenen Steinbruch verlagert. Dort konnten die theoretischen Kenntnisse des Vormittags in praktischen Sprengungen vertieft werden. Die drei Sprengübungen, zum einen eine Löschsprengung, wie sie z.B. bei Waldbränden eingesetzt werden können, vorbereitet durch Jochen Roß (OV Forchheim), zum zweiten eine Knäppersprengung mit einem schonenden Sprengsystem, vorbereitet durch Egbert Hebendanz (OV Forchheim), und zuletzt die Vorführung des neuen binären Sprengstoffs an einem Knäpper und einem Rundholz durch Ralf Nützel (OV Baiersdorf), verliefen über den gesamten Nachmittag und wurden mit starkem Interesse der anwesenden Sprengberechtigten verfolgt. Nach der offiziellen Beendigung der Veranstaltung gegen 17.00 Uhr, wurde dann noch eine ordnungsgemäße Vernichtung überlagerten Sprengstoffes durchgeführt.