Donnerstag, 19. Juli 2018
Notruf: 112

Bergungsgruppen trainieren in landwirtschaftlichen Anwesen für den Ernstfall

Igelsdorf, 07. April 2018

Der Bergungseinsatz bei Gebäudeschäden zählt zu den Uraufgaben der Bergungsgruppen des Technischen Hilfswerk. Nach schweren Unglücksfällen, wie beispielweise Explosionen oder Erdbeben, müssen Menschen und Tiere aus Notlagen gerettet werden sowie Gebäudeelemente abgestützt oder Gebäudeteile abgetragen werden. Um für den Bergungseinsatz bei Gebäudeschäden bestens vorbereitet zu sein, trainierten die Helferinnen und Helfer der zwei Baiersdorfer Bergungsgruppen am Samstag, den 07. April 2018 in einem leerstehenden landwirtschaftlichen Anwesen in Igelsdorf den Ernstfall.

Zum einen trainierten die Einsatzkräfte des THW intensiv das Abstützen und Aussteifen von einsturzgefährdeten Gebäudeteilen. Hierfür wurden verschieden Schadensszenarien simuliert. Diese Szenarien wurden analysiert und mögliche Techniken zur Sicherung der Objekte besprochen. So galt es beispielsweise eine einsturzgefährdete Scheunenwand abzustützen. Zur Übertragung der wirkenden Kräfte auf eine waagerechte Standfläche errichten die THWler einen Stützbock mit doppelter Strebstütze. Im Inneren der Scheune galt es die 4,2 m hohe Decke abzustützen. Hierfür bauten die Baiersdorfer Helferinnen und Helfer ein, aus vier Stützen bestehendes, Schwelljoch. Dieses ermöglicht es, lotrecht wirkende Kräfte flächig aufzunehmen und zu übertragen. Eine weitere einsturzgefährdet Wand wurde durch das waagerechte Anbringen von zwei Baustützen gegen eine unbeschädigte Wand abgestützt.

Zum anderen übten die THWler das Erstellen von Rettungs-, Erkundungs- und Löschöffnungen durch Decken und Wände. Neben der Auffrischung der Unfallverhütungsvorschriften wurden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Ausbildung hierbei unterschiedliche Mauer- und Deckenbaustoffe vorgestellt und deren Vorteile bzw. Tücken beim Durchbrechen besprochen. Darüber hinaus war das strategische Vorgehen beim Erstellen der Wand- und Deckendurchbrüche sowie die anschließende Verletztenrettung Thema der Ausbildung. Der theoretischen Einführung folgte die Praxisausbildung: Mit Hilfe von Hammer und Meißel, aber auch diversen elektrischen und pneumatischen Bohr- und Aufbrechhämmern, dem Kernbohrgerät, dem Trennschleifer sowie der Kettensäge und der Säbelsäge wurden fachgerechte Mauer- und Deckendurchbrüche geschaffen.

In dieser Ausbildungseinheit hatten die Baiersdorfer Helferinnen und Helfer die Möglichkeit verschiedene, bei Gebäudeschäden mögliche, Einsatzszenarien ausgiebig zu trainieren. Der THW Ortsverband Baiersdorf bedankt sich recht herzlich bei der WERTBAU GmbH aus Igensdorf für die Zurverfügungstellung des ausgedehnten Übungsobjektes.

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